Forschungsvorhaben zu Diskriminierung von Christen in der DDR bleibt auf der Agenda

Astrid Rothe-Beinlich: Es gilt, Wege zur Finanzierung zu finden und das Forschungsvorhaben umzusetzen

Friedensgebet in einer Kirche, Foto: mdr.de

"Im Gegensatz zu den Vertretern der Kirchen sehen wir das von Rot-Rot-Grün fest vereinbarte Forschungsvorhaben zur Diskriminierung von Christ*innen in der DDR nicht als gescheitert - im Gegenteil. Es liegt nun an uns allen, dass dieses endlich auch in die Realität umgesetzt werden kann", betont Astrid Rothe-Beinlich, Sprecherin für Religionen in der bündnisgrünen Landtagsfraktion.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung hatten die Bischöfe der evangelischen und katholischen Kirchen kritisiert, dass die Finanzierung des Forschungsprojekts nicht wie geplant realisiert werden konnte und dabei von einem Scheitern des Projekts gesprochen.

"Wir stehen ohne Wenn und Aber zu diesem zentralen Bestandteil der Aufarbeitung der SED-Diktatur, mit welchem es uns darum geht, die massive und systematische Diskriminierung von Christ*innen in der DDR umfassend zu beleuchten", so Rothe-Beinlich weiter.

"Unser ausdrücklicher Dank gilt hier den Kirchen und Freikirchen, die sich in einer Arbeitsgruppe der Staatskanzlei seit 2016 gemeinsam mit Forscher*innen darum bemühen und bereits umfangreiche Anträge und Exposés erarbeitet haben. Dass diese nun so von der Thüringer Aufbaubank offenbar nicht bewilligt wurden, betrübt uns sehr. Umso mehr sehen wir es nun auch als unsere Aufgabe, Wege und tragfähige Förderstrukturen für die Finanzierung des ehrgeizigen Forschungsvorhabens zu finden. Am Geld jedenfalls kann und darf dieses so wichtige Vorhaben nicht scheitern", ist die Grünenpolitikerin überzeugt.

"Wir jedenfalls sind selbstverständlich dazu bereit, alles, was uns möglich ist, dafür zu tun, um das Vorhaben endlich zu Ergebnissen kommen zu lassen. Gern wollen wir dies auch im dafür zuständigen Ausschuss thematisieren und gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, damit die Forschung schnellstmöglich beginnen kann", schließt Astrid Rothe-Beinlich.

Meldung vom 05.11.2018


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