Grüne fordern multiprofessionelle Teams in Kindergärten

Astrid Rothe-Beinlich sieht Handlungsbedarf vor allem bei der Betreuungsqualität

Kind mit Seifenblasen, Foto: pixabay

Zum heute veröffentlichten Ländermonitor Frühkindliche Bildung erklärt Astrid Rothe-Beinlich, bildungspolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion:

"Der Ländermonitor macht erneut deutlich, dass wir in Thüringen mehr für die Betreuungsqualität in unseren Krippen und Kindergärten tun müssen. Auch wenn wir im Betreuungsumfang relativ weit vorn liegen, kann sich der Freistaat bei den Personalschlüsseln nicht mit dem hinteren Mittelfeld zufrieden geben. Als Grüne setzen wir uns daher seit vielen Jahren für mehr Personal in den Kitas ein und haben mit der letzten Kitagesetznovelle von Rot-Rot-Grün im Dezember 2017 für die 3- bis 4-jährigen Kinder auch schon erste Schritte in diese Richtung erreicht. Mit Blick auf den bevorstehenden Haushalt für das Jahr 2020 müssen jedoch zwingend weitere Qualitätsschritte jenseits der Beitragsfreiheit erfolgen."

Schwierig am Ländermonitor ist jedoch, dass dieser nicht genauer hinschaut: Garantierte Betreuungsumfänge von zehn Stunden täglich gibt es beispielsweise außer in Thüringen kaum. Mit einem Halbtagskitaplatz jedoch kann man mitnichten davon ausgehen, dass so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen ist, allerdings lässt sich so natürlich leichter ein besserer Personalschlüssel abbilden.

Astrid Rothe-Beinlich gibt zudem abschließend zu bedenken:
"Die Einführung von multiprofessionellen Teams in unseren Kitas fordern wir seit langem. Schließlich wächst die Vielfalt der pädagogischen Herausforderungen und das braucht unterschiedlichste Professionen, vom pflegerischen, handwerklichen bis hin zum künstlerischen Bereich. Daher begrüßen wir ausdrücklich, dass die SPD-Fraktion unseren Vorschlag für ein Modellvorhaben für multiprofessionelle Teams unterstützt. Mit einem solchen Modellvorhaben würde Thüringen einen wichtigen pädagogischen Entwicklungsschritt hin zu inklusiven Kitas gehen."

Meldung vom 28.08.2018