Grüne werben für dezentrale Unterbringung - Integration ist keine Einbahnstraße

Astrid Rothe-Beinlich zur Diskussion in Erfurt

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Zur Pressemeldung des CDU-Stadtrats Hose erklärt Astrid Rothe-Beinlich, grüne Stadträtin und
Vorsitzende des Sozialausschusses:
"Die heutige Presseberichterstattung über die ungleiche Verteilung von Menschen mit Migrationshintergrund
in Erfurt war offenbar Anlass für die Äußerungen von Herrn Hose, der nun eine
sog. Ausländerquote für Plattenbaugebiete fordert. Wir sehen dies dezidiert anders, da wir
Menschen nicht nach, wegen ihrer Herkunft oder anderer vermeintlicher Merkmale in bestimmte
Gruppen einteilen lassen wollen. Unser Ziel ist seit jeher eine konsequente dezentrale Unterbringung
von Geflüchteten in Wohnungen - nicht in Gemeinschaftsunterkünften und zwar im
gesamten Stadtgebiet. Dezentral und überall also. Dies verbessert die Integration und trägt
zudem einer höheren Zufriedenheit aller bei. Fakt ist, dass es immer schwierig ist, wenn es zu
Segregation oder Ausgrenzung in der Stadt kommt. Insofern geht es auch uns darum, möglichst
gar keine "Problemviertel" erst entstehen zu lassen, in denen beispielsweise Armut besonders
verbreitet ist. Quotenregelungen jedoch reduzieren Menschen auf einzelne Merkmale – dies
lehnen wir ab. Uns geht es darum, dass sich alle in Erfurt lebenden Menschen wohl- und zu
Hause fühlen können. Uns ist aber auch bewusst, dass Integration – wie es auch im Erfurter
Integrationskonzept nachzulesen ist – keine Einbahnstraße darstellt und tatsächlich alle angeht.
"

Meldung vom 03.05.2019