Grüne zum politischen Aschermittwoch der AfD - Rassistisch, menschenverachtend, demokratiefeindlich

Henfling und Rothe-Beinlich: Neuer Tiefpunkt zeigt erschreckendes Maß der Radikalisierung

Hass ist keine Alternative, Foto: Bündnis 90/Die Grünen Landtagsfraktion Thüringen

Beim gemeinsamen politischen Aschermittwoch der AfD-Landesverbände Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen beschimpfte der Landes- und Fraktionsvorsitzende aus Sachsen-Anhalt André Poggenburg türkische Mitbürgerinnen und Mitbürger unter anderem als „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“, die in Deutschland „nichts zu suchen und nichts zu melden“ hätten. Dazu äußern sich die bündnisgrünen Thüringer Abgeordneten Madeleine Henfling, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus, und Astrid Rothe-Beinlich, Sprecherin für Strategien gegen Rassismus:

"Leider sind wir von Seiten vieler AfD-Politiker*innen ja mittlerweile einiges an unerträglich rassistischen und antidemokratischen Entgleisungen gewohnt. Der gemeinsame politische Aschermittwoch der AfD-Landesverbände Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt stellt jedoch einen erneuten Tiefpunkt dar, von dem wir gehofft hatten, dass er so in Deutschland nie wieder möglich sein würde. Die beleidigenden und möglicherweise volksverhetzenden Äußerungen von André Poggenburg verurteilen wir aufs Schärfste und begrüßen, dass sich nun die Staatsanwaltschaft damit befassen wird.

Erschrecken müssen genauso die begeisterten Reaktionen im Saal sowie die „Abschieben! Abschieben!“ skandierenden Sprechchöre aus den Reihen der anwesenden Gäste. Diese Bereitschaft, Rassismus und Menschenfeindlichkeit derart ungeniert zur Schau zu stellen und dabei offenkundig eine exklusive, scheinbar höherwertige Gruppenzugehörigkeit zu zelebrieren, erinnert auf fatale Weise an rechtsextreme Gruppierungen und zeigt klipp und klar, wie sehr die AfD und ihre Anhänger*innen sich mittlerweile radikalisiert haben.

Dieses Gedankengut in unseren Parlamenten bedroht unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Es liegt an allen demokratischen Parteien und an einer engagierten Zivilgesellschaft, sich dem entschlossen entgegenzustellen
“, erklären Madeleine Henfling und Astrid Rothe-Beinlich.

Meldung vom 16.02.2018