Thüringen arbeitet weiter an der Senkung der Abbruchsquoten

Astrid Rothe-Beinlich wirft CDU-Fraktion plumpe Stimmungsmache vor

Schule, Foto: pixabay

Am Wochenenden veröffentlichte die CDU-Landtagsfraktion eine Presseerklärung in der sie auf die aktuellen Schulabbruchsquoten in Thüringen Bezug nimmt. Dazu nimmt Astrid Rothe-Beinlich, bildungspolitische Sprecherin der Thüringer Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, wie folgt Stellung:

"Selbstverständlich ist jeder Schulabbruch in Thüringen ein Schulabbruch zu viel und es ist auch für uns überhaupt nicht hinzunehmen, dass wohl auch in diesem Schuljahr ca. 7,5 Prozent in den allgemeinbildenden Schulen und nahezu 13 Prozent in den berufsbildenden die Schule ohne einen Abschluss verlassen werden. Es ist doch völlig klar, dass wir in Thüringen die Abbruchsquoten in Thüringen wirksam reduzieren müssen. Allerdings halte ich wenig von derart plumpen Schuldzuweisungen, wie sie die CDU betreibt, zumal sich die Zahlen zwar auf einem zu hohen aber doch stabilen Niveau bewegen.

Die grüne Bildungspolitikerin weist zudem darauf hin, dass die rot-rot-grüne Koalition bereits zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht hat und weitere auf den Weg bringen wird, um die Schulabbruchsquoten in Thüringen mittelfristig weiter zu verringern. "So haben wir mehr Lehrkräfte in Thüringen eingestellt als jede andere Regierungskonstellation vorher und auch das Landesprogramm Schulsozialarbeit wird von uns weiter verlässlich ausfinanziert. Ebenso erhalten bereits jetzt Schulen mit hohen Abbruchquoten über ein Förderprogramm mehr finanzielle Mittel, um individuelle passgenaue Förderprogramme vor Ort zu entwickeln. Wenn die CDU angesichts unseres Vorhabens, durch Änderungen am Besoldungsgesetz die Regelschullehrkräfte zukünftig besser zu bezahlen, davon spricht, wir würden die Regelschulen im Land stiefmütterlich behandeln, dann betreibt sie lediglich ideologische Stimmungsmache", betont Rothe-Beinlich weiter.

"Gemeinsam mit den Fraktionen von DIE LINKE und SPD werden wir jedenfalls wie verabredet, die Rahmenbedingungen für ein inklusives Schulwesen durch ein neues Schulgesetz weiter verbessern und daraufhin arbeiten, dass sich mehr Schulen zu teilgebundenen und gebundenen Ganztagsschulen entwickeln. Diese bieten mehr Möglichkeiten und Zeit, um die sozialen Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler besser in den Blick zu nehmen. Klar ist jedoch auch, dass auch an den berufsbildenden Schulen Schulsozialarbeit stärker verankert werden muss", so Rothe-Beinlich abschließend.


Anbei finden Sie eine Übersichts über die Abbruchsquoten in Thüringen aufgeteilt nach berufsbildenden (bbs) und allgemeinbildenden Schulen (abs) ab 2000.

Meldung vom 19.12.2017


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