Gegen den Missbrauch der Friedlichen Revolution

Dirk Adams und Astrid Rothe-Beinlich: Demokratiefeinden entgegentreten

Besetzung Torhaus der Haftanstalt Amthordurchgang, Foto: Gedenkstätte Amthordurchgang e. V., www.torhaus-gera.de

Am morgigen Samstag veranstaltet die Thüringer Höcke-AfD auf dem Erfurter Domplatz ihre abschließende Wahlkampfkundgebung. Dirk Adams, Fraktionsvorsitzender und demokratiepolitischer Sprecher, und Astrid Rothe-Beinlich, Sprecherin für Aufarbeitung der bündnisgrünen Fraktion wehren sich gegen den Missbrauch der friedlichen Revolution durch die rechtsextreme Partei.

"Mutige Menschen aus der DDR haben mit der friedlichen Revolution die Demokratie und Freiheitsrechte erstritten. Die Höcke-Partei versucht nun ausgerechnet den Domplatz als sinnbildlichen Ort der friedlichen Demonstrationen 1989 in Erfurt für ihren Wahlkampfabschluss zu missbrauchen und sich als neue Bewegung für Meinungsfreiheit zu stilisieren.
Wir Bündnisgrüne, die wir selbst 1989 auf dem Domplatz standen, stellen uns gegen diese Art der Geschichtsklitterung durch den Faschisten Höcke
", stellt Astrid Rothe-Beinlich unmissverständlich klar.

"Mit Haltung gegen Spaltung - das ist das Motto für uns Bündnisgrüne. Auch am Samstag solidarisieren wir uns mit den friedlichen Protest gegen Höcke und die AfD. Heute, 30 Jahre nach der friedlichen Revolution, braucht es Menschen, die für die Demokratie und gegen Hass und Diskriminierung auf die Straße gehen. Für uns gilt: Demokratie muss jeden Tag neu verteidigt werden. Stehen wir gemeinsam gegen die Feinde der Demokratie. Als Abgeordnete, als Bürger*innen und als Menschen."

veröffentlicht am 25.10.2019