Grüne sehen deutlichen Handlungsbedarf bei der Finanzierung freier Schulen

Astrid Rothe-Beinlich unterstützt Forderung nach Soforthilfe für Schulfinanzierung

Vielfalt - Demo Freie Schulen

Die Schulstiftung der evangelischen Kirche fordert aktuell eine finanzielle Sofort-Hilfe insbesondere für die Gymnasien in Höhe von 500 Euro je Schüler und Jahr. Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich, bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen:

„Die Sorgen der freien Schulen über die zu geringe Schulfinanzierung können wir gut nachvollziehen. Auch wir sehen deutlichen Handlungsbedarf insbesondere bei den Schüler*innenjahreskostenbeträgen. Schließlich gehören die freien Schulen ganz selbstverständlich zu unserem pluralen und vielfältigen Schulwesen. Eine generelle Unterfinanzierung einzelner Schularten muss in jedem Fall ausgeschlossen sein. Freie Schulen erfüllen schließlich den staatlichen Bildungsauftrag genauso wie die staatlichen Schulen."

Die grüne Bildungspolitikerin weist daraufhin, dass die Finanzhilfe seit 2014 Dank R2G um 60 Millionen Euro angestiegen ist, es jedoch unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, ob die derzeitige Finanzierung angemessen und auskömmlich ist.

„Wir erwarten nun die Ergebnisse der Evaluation der aktuellen Gesetzeslage, die im Jahr 2019 durch das Bildungsministerium durchgeführt wurde. Die Zahlen werden wir uns genau anschauen und entsprechend aktiv werden, stehen aber selbstverständlich auch in Zukunft für eine auskömmliche Finanzierung der freien Schulen. Entscheidend ist für uns ein Konsens zwischen Landesregierung und freien Schulträger über die Berechungsgrundlagen der Finanzierung. Es gilt, ein weiteres Auseinanderlaufen der Kosten staatlicher Schulen und der Finanzierung freier Schulen zu verhindern. Auch eine Sofort-Hilfe für einzelne Schularten kommt für uns in Betracht. Das jetzige Gesetz lässt dies zu und zudem ist aus unserer Sicht auch ausreichend Geld im Haushalt eingestellt", so Rothe-Beinlich weiter.


„Wir wünschen uns sehr, dass es zügig ein gemeinsames Gutachten von freien Trägern und dem Land gibt. Dies würde die aktuelle Verständigung über die Finanzierung einzelner Schularten vereinfachen und bestenfalls erübrigen. Für uns ist entscheidend, dass es kein Gegeneinander von staatlichem und freiem System gibt. Schließlich ist uns jedes Kind gleich viel wert", schließt Astrid Rothe-Beinlich.

veröffentlicht am 08.01.2020