Zeit für gute Bildung

Zeit fürs Kind - Zeit für gute Schule - Zeit für Demokratie und Mitbestimmung - Zeit für nachhaltige Entwicklung

3 Bilder
Zeit für gute Bildung 1/3 - Bildungsexpertin Astrid Rothe-Beinlich enthüllt

Alle Kinder in Thüringen verdienen gute Bildung,Erziehung und Betreuung von Anfang an.

Zeit fürs Kind

Die Menschen in Thüringen wollen gute Bildung, Erziehung und Betreuung für Alle von Anfang an.
Das beginnt für uns selbstverständlich bei den Kleinsten. Besonders großen Wert legen wir darauf, die Qualität unserer Kinderkrippen und Kindergärten weiter zu verbessern. Bis 2025 sollen maximal vier Kinder unter drei Jahren und maximal zehn Kinder über drei Jahren von einer pädagogischen Fachkraft betreut werden. Damit schaffen wir eine bessere Betreuungsrelation in den Kitas und die Erzieher*innen haben mehr Zeit für die Förderung! Mehr Zeit fürs Kind!
Mehr Erzieher*innen können wir nur einstellen, wenn die Erzieher*innenausbildung insgesamt attraktiver wird. Daher werden wir die praxisintegrierte (duale) Erzieher*innenausbildung landesweit ermöglichen. Damit erhalten Auszubildende von Beginn an ein Auszubildendengehalt.
Wir werden dafür sorgen, dass alle Erzieher*innen für ihre gute Arbeit entsprechend gut bezahlt werden und uns für gute Tarifverträge einsetzen. Den Weg von Beitragsfreiheit und Qualitätsverbesserungen gehen wir weiter.

Zeit für Gute Schule

Jede und jeder soll den jeweils bestmöglichen Schulabschluss erreichen können. Das Recht auf Bildung und gute Schule gilt für jede und jeden. Wir wollen als Grüne die Qualität von Schule verbessern, indem wir die Schulentwicklung voranbringen.
Wir werden kleine Schulen zukunftsfest machen, indem wir neue Schulkooperationen voranbringen und damit auch den Unterrichtsausfall verringern. Einen Abbau von Lehrer*innenstellen lehnen wir ab. Wir wollen vielmehr eine 110-prozentige Personalausstattung, um die notwendige Vertretung (Krankheit, Fortbildung etc.) abzudecken.
Wir wollen mehr Zeit für individuelle Förderung, indem wir den Ganztag ausbauen und gemeinsam mit den Kommunen 100 neue teilgebundene und voll gebundene Ganztagsschulen schaffen. Wir stehen für längeres gemeinsames Lernen und wollen die Gemeinschaftsschule flächendeckend anbieten.
Freie Schulen sollen die gleichen Rahmenbedingungen wie staatliche Schulen haben. Wir stehen für Vielfalt in der Bildung.
Inklusion darf nicht von der Kassenlage des Landes abhängig gemacht werden. Inklusion ist ein Menschenrecht.
Wir stehen für die Verdopplung der Stellen für Schulsozialarbeit bis 2025, an jeder Schule soll künftig Schulsozialarbeit zur Verfügung stehen


Zeit für Demokratie und Mitbestimmung

Die Stärkung der Mitbestimmung und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen ist ein zentrales Element unserer Bildungs- und Jugendpolitik. Beteiligung und Mitbestimmung gelingt nur dort, wo sie gewollt ist. Deswegen setzen wir uns für die Verankerung der Kinderrechte in der Landesverfassung ein.
Beteiligung ist elementar für unsere Demokratie und eine offene plurale Gesellschaft. Demokratie lebt von Beteiligung! Unser Ziel ist es, die Mitwirkungsgremien (Schülervertretungen, Schulkonferenz) in den Schulen stärken und demokratisches Handeln zu fördern. Durch Beteiligung, Mitwirkung und Verantwortungsübernahme sollen auch das Lernen der Schüler*innen vorangebracht werden.
Demokratie muss verteidigt werden. Angesichts des zunehmenden Rassismus, Rechtspopulismus und antidemokratischer Tendenzen wollen wir die fachübergreifende menschenrechtsorientierte-historisch-politische Bildungsarbeit in den Schulen stärken.
Schule erzieht zur Achtung vor dem menschlichen Leben, Verantwortung für die Gemeinschaft, zu Offenheit gegenüber Europa und zur Solidarität, Toleranz und Gleichberechtigung.
In unseren Kommunen brauchen wir eine vielfältige Landschaft von Kinder- und Jugendbeteiligungsformen. Das wollen wir fördern. Die Gemeinden, Städte und Landkreise sollen zukünftig bei Planungen und Vorhaben, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren, diese beteiligen. Das soll in der Kommunalordnung festgeschrieben werden.


Zeit für nachhaltige Bildung!

Für uns ist wichtig, dass wir uns für Bildungsinhalte, Strukturen und Rahmenbedingungen einsetzen, die dazu beitragen, dass Menschen zu zukunftsfähigem, zu nachhaltigem Denken und Handeln befähigt werden. Nachhaltige Bildung fördert Fähigkeiten und Werte. Es geht beispielsweise darum, wie Entscheidungen von Menschen nachfolgende Generationen oder Menschen in anderen Erdteilen beeinflussen. Welche Auswirkungen der eigene Konsum und die eigene Mobilität hat aber es geht auch um globale Konflikte und Mechanismen, die zu Konflikten, Terror und Flucht führen können?
Bildung für nachhaltige Entwicklung hat letztlich zum Ziel, dass Menschen die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt verstehen und aufgrund dieses Verständnisses verantwortungsvolle Entscheidungen treffen können.
Damit unsere Schüler*innen zur aktiven Gestaltung einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechten Umwelt befähigt werden, wollen wir Themen wie Klimawandel, Ressourcenmangel, Biodiversitätsverlust, sozialer Zusammenhalt und globales Lernen fächerübergreifend in den Lehrplänen verankern.
Dazu wollen wir eine verbindliche schulische und außerschulische BNE-Landesstrategie entwickeln und umsetzen, Lernen am anderen Ort stärken sowie ein Förderprogramm für BNE-Kooperationen mit außerschulischen Bildungsorten auflegen.

veröffentlicht am 23.08.2019