Grüne Fraktion für weitere Schritte bei der Kitaöffnung

Astrid Rothe-Beinlich plädiert für spürbare Entlastung von Familien und Angebote für Kinder

Kind mit Seifenblasen, Foto: pixabay

 Heute berät die Bundeskanzlerin gemeinsam mit den Ministerpräsident*innen weitere Schritte der Pandemie-Bekämpfung in Deutschland. Hierbei geht es auch um die Frage, wie es mit der Notbetreuung und dem Wiedereinstieg in die Kinderbetreuung weitergeht. Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Fraktionsvorsitzende und kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Es ist an der Zeit, die Notbetreuung Schritt für Schritt auszuweiten. Nach den berufstätigen Alleinerziehenden müssen wir jetzt weitere Familien in den Blick nehmen, die derzeit massiv unter Druck stehen im täglichen Spagat zwischen Arbeit, Krisenbewältigung und Kinderbetreuung. Dazu gehören insbesondere Eltern mit körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen, für die die Kindertagesbetreuung in besonderer Weise eine Entlastung darstellt. Der nächste Schritt muss zudem die Einbeziehung von Familien berücksichtigen, bei denen ein Elternteil in einer sogenannten systemrelevanten Berufsgruppe tätig ist. Davon profitiert die gesamte Gesellschaft, beispielsweise stünden auf einen Schlag deutlich mehr Erzieher*innen für die Notbetreuung und mehr Lehrer*innen zur Verfügung.“

Klar ist, dass nach wie vor gelten muss, die Ansteckungsraten möglichst gering zu halten. Dringend geboten bleibt die strikte Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Nachdem bundesweit die Geschäfte wieder öffnen, braucht es ein Umdenken mit Blick auf Möglichkeiten zur Betätigung und Bewegung im Freien. Kinder und Familien haben hier Bedürfnisse, die nicht länger hintenangestellt werden dürfen.

„Deshalb sollten nun endlich die Spielplätze wieder geöffnet werden. Kinder brauchen das Spielen, die Bewegung und den Platz. Derzeit wenig genutzte Straßen könnten zudem für Familien und deren Kinder geöffnet und zu temporären Spielstraßen umfunktioniert werden. Das würde ein sichereres Spielen auf den Straßen ermöglichen. Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern müssen endlich ins Zentrum unserer Bemühungen gestellt werden“, so Rothe-Beinlich abschließend.


Bei Rückfragen: Christian Herrmann, Tel. (0361) 37 72654, (0151) 40 20 69 11
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veröffentlicht am 30.04.2020