BündnisGRÜNE begrüßen Einstieg in die praxisintegrierte Erzieher*innenausbildung

Astrid Rothe-Beinlich sieht weitere Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Erzieher*innenberufs als notwendig an

Buntstifte

Thüringen wird beginnend ab 2020 ein Modellprojekt zur Einführung der praxisintegrierten Erzieher*innenausbildung umsetzen. Etwa 120 Auszubildende erhalten dann während der gesamten Ausbildungsdauer eine Vergütung. Außerdem werden sie praxisnäher ausgebildet, indem sie neben der Fachschulausbildung kontinuierlich in den Kinderkrippen und Kindergärten mit Praxisanleitung tätig sind. Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich, bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Der Einstieg in die praxisintegrierte Erzieher*innenausbildung kommt zur richtigen Zeit. Angesichts des Fachkräftemangels brauchen wir auf Länderebene sinnvolle Instrumente, um die Attraktivität des Erzieher*innenberufs weiter zu steigern. Ich erwarte positive Ergebnisse und betrachte die zeitnahe flächendeckende Einführung der "dualen" Erzieher*innenausbildung als eine ernsthafte Option für Thüringen.

Die praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher hat deutliche Vorteile. Von Beginn an wird ein Azubi-Gehalt gezahlt. Außerdem wird bessere Verzahnung von Theorie und Praxis während der Ausbildung erreicht. Hinzu kommt, dass die Ausbildungskrippen und -kindergärten frühzeitig Fachkräfte für sich gewinnen können. Das kann uns helfen, den Generationenwechsel in unseren Krippen und Kindergärten zu bewältigen", so Astrid Rothe-Beinlich.

Aus Sicht der bündnisgrünen Bildungspolitikerin ist zudem eine Verkürzung der Ausbildungsdauer durch eine entsprechende frühzeitige Spezialisierung auf die Tätigkeit als Erzieher*in sinnvoll. "Allerdings müssen wir dies auf Bundesebene diskutieren", ist Astrid Rothe-Beinlich überzeugt.

Abschließend verweist Astrid Rothe-Beinlich auf das ebenfalls 2020 startende Modellprojekt für multiprofessionelle Teams:
"100 Krippen und Kindergärten werden durch unsere Initiative zusätzliches Personal für multiprofessionelle Teams erhalten. Damit können sie pflegerisches, künstlerisches und handwerkliches Personal einstellen. Ziel ist es, die Vielfalt an Angeboten zu erweitern, Inklusion zu befördern und dadurch die Kita-Qualität insgesamt weiter zu verbessern."

veröffentlicht am 17.05.2019