Steuermehreinnahmen nutzen - Qualität frühkindlicher Bildung stärken

Astrid Rothe-Beinlich unterstützt Forderung nach einheitlichen Qualitätsstandards

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Thüringen darf sich über ein deutliches Steuerplus freuen. So beträgt der Steuerüberschuss für 2016 voraussichtlich 237 Mio. Euro, für nächstes Jahr rechnen die Steuerschätzer mit einem Plus von 191 Mio. Euro.

"Natürlich sind wir sehr froh über die positive Wirtschaftsentwicklung Thüringens, die uns erfreuliche Mehreinnahmen beschert. Um zukunftsfähig zu bleiben, sollte ein Teil dieser Gelder nun aber auch in die Zukunft - und hier konkret die Qualität frühkindlicher Bildung investiert werden", ist Astrid Rothe-Beinlich, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN überzeugt und hofft auf Unterstützung durch die Koalitionspartner von SPD und LINKE.

Seit geraumer Zeit ringen wir um mehr Qualität für die erste und zentrale Säule unseres Bildungssystems. "Neben der Beitragsfreiheit braucht es im neuen Kindertagesstättengesetz dringend mehr Qualität. Dazu gehören Verbesserungen im Betreuungsschlüssel - gerade bei den 3-4jährigen, hier werben wir seit langem für eine Absenkung des Schlüssels von 1:16 auf 1:12. Das wäre ein für Eltern und Kinder spürbarer Schritt, der landesweit allerdings etwa 30 Mio. Euro im Jahr mehr kostet. Auch braucht es mehr Personal für gelingende Inklusion, um Kindern mit besonderen Förderbedürfnissen stärker Rechnung tragen zu können. Weiterhin streben wir als Bündnisgrüne nach wie vor an, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, die Fachberatung zu stärken, Wahlfreiheit zu gewähren und Thüringen als Wiege der Kindergärten gemeinsam mit den Elternvertretungen, den kommunalen Spitzenverbänden und den Gewerkschaften nach vorn zu bringen", so Rothe-Beinlich weiter.

Die grüne Fraktion begrüßt ausdrücklich die heute von Familien-, Kinderrechts- und Wohlfahrtverbänden sowie Gewerkschaften gemeinsam veröffentlichte Erklärung, die bundesweit einheitliche Qualitätsstandards für Kitas fordert. "Fakt ist aber auch, dass hierfür Bund, Länder und Kommunen gemeinsam Verantwortung übernehmen müssen. Thüringen sollte jedoch mutig vorangehen, um in Zukunft in Punkto frühkindlicher Bildung eine Vorreiterposition einnehmen zu können", schließt die Grünenpolitikerin.

veröffentlicht am 15.11.2016


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