Bildung ist der Schlüssel zur Teilhabe

Astrid Rothe-Beinlich: Integrationsmonitor bestätigt geplante Änderungen des Schulgesetzes

Titel Thüringen-Monitor Integration 2019

Heute stellt der Thüringer Migrationsminister Dieter Lauinger den "Thüringen-Monitor Integration" vor. Dieser untersuchte erstmalig die Lebenslagen, Einstellungen und Perspektiven von Geflüchteten, die in Thüringen leben. Insbesondere wurde die Bildungssituation der Geflüchteten analysiert. Dazu nimmt Astrid Rothe-Beinlich, flüchtlings- und bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wie folgt Stellung:

"Die Ergebnisse des `Thüringen-Monitors Integration´ sind überaus wertvoll. So zeigen diese deutlich, in welchen Bereichen sich die Integrationsarbeit und Integrationspolitik weiter verändern muss. Insbesondere im Bildungsbereich sehen wir unsere Ansätze zur Weiterentwicklung des Schulgesetzes bestätigt. So verweist der Monitor darauf, dass etwa 20 Prozent der befragten Geflüchteten bislang über keinerlei Schulabschluss verfügen. Da uns dies bewusst war, haben wir in der aktuellen Schulgesetznovelle deutliche Verbesserungen beim Bildungszugang von Geflüchteten vorgesehen.

Die grüne Bildungspolitikerin verweist darauf, dass im neuen Schulgesetz u.a. geregelt ist, die Schulpflicht auf 18 Jahre zu erweitern, sofern keine zehn Schulbesuchsjahre absolviert wurden bzw. kein Schulabschluss vorhanden ist.

"Außerdem erhalten Schulleitungen zukünftig die Möglichkeit die Klasseneinstufung noch flexibler vorzunehmen. Klassen mit Schülerinnen und Schülern, die einen Sprachförderbedarf haben, werden zudem kleiner, indem diese Schüler*innen zukünftig doppelt gezählt werden. Außerdem erhöhen wir für junge Erwachsene die Altersgrenze des berufsvorbereitenden Jahres Sprache (BVJS) auf 27 Altersjahre, die bislang bei 21 Jahren lag."

Die grüne Flüchtlings- und Bildungspolitikerin weist zudem darauf hin, dass das Sprachförderprogramm "Start Deutsch" und das Bildungsprogramm "Start Bildung" zukünftig an den Berufsschulen verankert werden soll.

"Ich bin mir sicher, dass wir mit der Gesamtheit der Maßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung der Bildungssituation von Geflüchteten beitragen können", so Rothe-Beinlich weiter.

"Der Monitor zeigt weiterhin auf, in welchen Bereichen großer Handlungsbedarf besteht. So werden wir zukünftig eine gestärkte psychologische Beratungs- und Betreuungsstruktur brauchen. Auch bei der Integration in den Arbeitsmarkt gibt es trotz guter Erfolge noch viel zu tun. Diskriminierungserfahrungen betreffen vor allem die Bereiche Wohnen und Arbeit und gerade bei jüngeren Erwachsenen müssen wir die Integrationsbemühungen weiter verstärken", so Astrid Rothe-Beinlich abschließend.


Den Thüringen-Monitor Integration 2019 finden Sie mit diesem Link

veröffentlicht am 30.04.2019