Grüne begrüßen Integrationskonzept für Erfurt

Der Stadtrat hat in seiner gestrigen Sitzung nach kontroverser Debatte das Integrationskonzept für Erfurt beschlossen.

Rathaus Erfurt, Foto: erfurt.de

"Als grüne Fraktion sind wir außerordentlich froh über den Beschluss des Konzepts, das nunmehr den Rahmen für die Ableitung konkreter Maßnahmen darstellt. Die durchaus lange Erarbeitungsphase hat sich zudem gelohnt, fand doch die Expertise nahezu aller an Integration Beteiligten Eingang in das Papier. Unser Dank gilt daher ausdrücklich Herrn Melzer, als neuem Beauftragten und allen Vereinen und Verbänden, Kirchen, Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Institutionen, Ämtern, Wissenschaft und nicht zuletzt dem Ausländerbeirat, die intensiv an dem Konzept mitgearbeitet haben", betont Stadträtin Astrid Rothe-Beinlich.

In den Ausschüssen zur Vorberatung des Konzepts fanden zudem viele weitere Anregungen Eingang in das Papier. So wurde beispielsweise besonders viel Wert auf die Situation Unbegleiteter Minderjähriger aber auch besonders Schutzbedürftiger, wie Frauen und Kinder gelegt. Zudem bietet das Konzept nunmehr viele Anknüpfungspunkte für nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Miteinanders.

"Sprache ist natürlich ein Schlüssel zur Integration und Zugänge zu Bildung sind ganz entscheidend dafür, dass Menschen teilhaben können, übrigens unabhängig von ihrer Herkunft. Fakt ist jedoch auch, dass Integration eben keine Einbahnstraße ist und alle in Erfurt Lebenden angeht und betrifft. Unser Ziel ist es, Gelingensbedingungen für Integration und ein gutes, friedvolles Miteinander zu schaffen, ohne dabei auch Probleme zu übersehen", gibt Astrid Rothe-Beinlich zu bedenken.

Wir als grüne Fraktion hätten uns gewünscht, dass tatsächlich alle Fraktionen gemeinsam dieses wichtige Vorhaben stützen und als Arbeitsgrundlage anerkennen. Denn die Umsetzung in Form von Maßnahmeplänen steht jetzt an und ist unser aller Aufgabe als Stadträte. Papier ist bekanntlich geduldig - es liegt nun an uns, Integration auch erfahrbar zu machen und zu leben.

veröffentlicht am 28.06.2018


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