Nicht nur am Internationalen Tag gegen Rassismus: Klare Absage an Alltagsrassismus und Rechtspopulismus

Astrid Rothe-Beinlich: Opfer rassistischer Gewalt unterstützen, Menschenrechtsbildung verstärken

Der 21. März ist der Internationale Tag gegen Rassismus. Der Tag wurde 1966 von den Vereinten Nationen anlässlich des Massakers von Sharpeville am 21. März 1960 zum „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ ausgerufen. Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich, flüchtlings- und migrationspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag:

"Angesichts permanenter Hetze gegen Flüchtlinge und des Erstarkens von Rechtspopulismus sowie latentem Alltagsrassismus sollte dieser Tag zum Innehalten und zur Umkehr einladen. Schließlich gilt es, sich jeden Tag vor Augen zu führen, dass die Würde des Menschen unantastbar ist."

Umso bitterer ist es, zu konstatieren, dass am kommenden Wochenende sowohl die AfD als auch die Jungen Nationaldemokraten nach Thüringen mobilisieren, um dort ihr Verständnis von Europa und Abgrenzung zu diskutieren. Gut, dass dagegen breite Bündnisse zum Protest aufgerufen haben.

"Für mich ist dieser Tag einmal mehr Anlass, mich deutlich gegen Populismus, eine Politik der Verharmlosung und ein Verschweigen der rassistischen Realität zu wenden", so die Grünenpolitikerin weiter und fügt an: "Zudem braucht es auch in Thüringen dringend eine bessere Unterstützung der Opfer rassistischer Diskriminierung und Gewalt sowie eine Ausweitung der Menschenrechtsbildung als Baustein antirassistischer Bildungsarbeit. Darüber hinaus machen wir uns auch für eine Auseinandersetzung mit institutionellen Rassismen und deren Beseitigung stark."

Erklärtes Ziel der grünen Fraktion ist ein solidarisches und rassismuskritisches Morgen. Dieses fängt im Kleinen an.

"So fordern wir die Landkreise Greiz und Weimarer Land auf, sich endlich vom diskriminierenden Gutscheinsystem für Asylsuchende zu verabschieden und wie alle anderen Thüringer Kommunen, Bargeld auszureichen. Außerdem machen wir uns für eine dezentrale Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen in Thüringen stark", schließt die Grünenpolitikerin.

veröffentlicht am 20.03.2014