Während #thueringenhilft, zündelt die AfD

Astrid Rothe-Beinlich: Rassismus niemals mit Meinungsfreiheit verwechseln

Während die großartige Spendenbereitschaft der Thüringer Bürgerinnen und Bürger für Flüchtlinge in Not ununterbrochen anhält, betreiben Thüringer AfD-Fraktion und -Partei in Personalunion Hetze auf dem Rücken der Schwächsten.

"Wer in diesen Tagen unter dem Motto ‚Thüringen und Deutschland dienen – das Asylchaos beenden‘ für kommenden Mittwoch zu einer Demonstration aufruft, hat die Zeichen der Zeit komplett verkannt und zündelt zudem extrem gefährlich am rechten Rand. Erst in der letzten Nacht ist das Haus einer Bürgerin aus Gerstungen in Flammen aufgegangen, welches von dieser öffentlich für Flüchtlinge angeboten wurde. Es muss allen bewusst sein: Aus Brandreden und rechten Parolen werden Brandsätze. Und das ist entsetzlich", äussert sich Astrid Rothe-Beinlich, flüchtlings- und migrationspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag.

Wir alle stehen derzeit vor immensen Herausforderungen. Wir sehen und hören von unglaublich viel Leid an den europäischen Grenzen. Andererseits erleben wir die bewegende Dankbarkeit beispielsweise der Syrerinnen und Syrer, die sich gestern mit Blumen auf dem Erfurter Anger für die freundliche Aufnahme bedankten.

"Gerade jetzt gilt es, zu handeln und zu helfen. Und da ist jede und jeder gefragt", so Rothe-Beinlich weiter. "Dass das Haus der Abgeordneten nun minderjährigen Flüchtlingen als Unterkunft dienen wird, ist dazu ein kleiner Beitrag. Aber auch jede Spende, jeder, der Spenden mit sortiert oder dolmetscht, jeder, der sich auch nur freundlich gegenüber den nach teilweise monatelanger Flucht hier Angekommenen verhält, ist derzeit gefragt."

Die AfD nutzt auf nahezu unerträgliche Weise derzeit jede Gelegenheit, um rassistische Ressentiments zu bedienen und Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. "Rassismus darf man nicht mit Meinungsfreiheit verwechseln. Es liegt an uns allen, keine falsche Toleranz für Intoleranz und Menschenverachtung zu zeigen. Daher setzen wir darauf, dass am Mittwoch in Erfurt ganz viele Menschen Gesicht zeigen gegen die sich einmal mehr entlarvende AfD", so Rothe-Beinlich abschließend.

veröffentlicht am 11.09.2015