Grüne erteilen sogenanntem „Heldengedenken“ klare Absage!

Henfling und Rothe-Beinlich rufen zur Unterstützung gegen Nazi-Aufmarsch in Friedrichroda auf

fBereits zum zwölften Mal in Folge wird zum Volkstrauertag am Sonntag, den 16. November 2014, das sogenannte „Heldengedenken“ von Neonazis in Friedrichroda stattfinden. Die grünen Abgeordneten Madeleine Henfling und Astrid Rothe-Beinlich sehen dies mit Sorge und rufen zur Beteiligung an Protesten auf.

Dazu erklärt Madeleine Henfling: "Seit mehr als zehn Jahren nutzen Neonazis den Volkstrauertag, um mit geschichtsrevisionistischen Losungen und rassistischen Parolen die Grausamkeiten des NS-Regimes zu verharmlosen. Wir werden den Nazis auch diesen Tag nicht überlassen. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Menschen am Sonntag gegen das sogenannte ‚Heldengedenken‘ auf die Straße gehen."

Astrid Rothe-Beinlich ergänzt: "Wann und wo immer es notwendig ist, ermuntern wir die Thüringerinnen und Thüringer gemeinsam gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aufzustehen. Schweigen und Wegschauen ist das falsche Signal. Jede Stimme gegen Rechts ist zudem eine Stimme für die Solidarität mit Flüchtlingen und eine echte Willkommenskultur in Thüringen. Deshalb werden wir friedlich demonstrieren und protestieren, um ein deutliches Zeichen gegen die braune Geschichtsverdrehung zu setzen."

Die Mitglieder der bündnisgrünen Landtagsfraktion, Madeleine Henfling und Astrid Rothe-Beinlich, werden an der Gegenkundgebung teilnehmen.

Zum Hintergrund:

Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Der Volkstrauertag macht keinen Unterschied zwischen den Opfern des Faschismus und den Tätern, weshalb er von Neonazis und Rechtsextremen im Freistaat alljährlich für ein sogenanntes „Heldengedenken“ instrumentalisiert wird.

veröffentlicht am 14.11.2014