Perspektive für das Grenzmuseum Schifflersgrund

Astrid Rothe-Beinlich begrüßt Engagement der Landesregierung und Antwort zur Kleinen Anfrage

Schifflersgrund, Foto: Thueringen.de

Die Landtagsabgeordnete Astrid Rothe-Beinlich, Sprecherin für Aufarbeitung der Thüringer Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, begrüßt die zügige und umfangreiche Beantwortung ihrer Kleinen Anfrage zum Umbau des Grenzmuseums Schifflersgrund.

Der Schifflersgrund ist eine Senke zwischen dem thüringischen Asbach-Sickenberg (Landkreis Eichsfeld) und dem hessischen Bad Sooden-Allendorf. Hier verlief bis 1990 die innerdeutsche Grenze. Dank des Engagements des Arbeitskreises Grenzinformation e.V., der das Grenzmuseum am 3. Oktober 1991 eröffnete, wurden ein größerer Abschnitt des originalen Grenzzaunes, des Sicherungsstreifens und des Kolonnenweges sowie einige Gebäude erhalten. Der Schifflersgrund ist heute auch Teil des Grünen Bandes.

Hintergrund der Kleinen Anfrage waren öffentlich bekannt gewordene Unstimmigkeiten zwischen Trägerverein und Landesregierung im Hinblick auf einen notwendigen Umbau des Grenzmuseums. So liegen offenbar zwei Entwürfe dafür vor, von denen einer vom Fachbeirat favorisiert wird, der andere vom Vorstand des Trägervereins. Beide Entwürfe überschritten aber den wettbewerblich vorgegebenen Finanzrahmen.

Die prinzipielle Notwendigkeit der Neugestaltung des Grenzmuseums sehen offenbar alle Beteiligten“, erklärt Astrid Rothe-Beinlich. „Das begrüße ich ausdrücklich. Auf dieser gemeinsamen Grundlage sollte schnellstmöglich an einer gemeinsamen Lösung gearbeitet werden.

Diese gemeinsame Lösung unter Einbeziehung aller Beteiligten – eben Arbeitskreis Grenzinformation e.V., Kommunen und Landkreise sowie die Länder Hessen und Thüringen als wesentliche Förderer – muss vorangebracht werden. „Denn klar ist, es gibt Handlungsbedarf. Das Grenzmuseum entspricht heute nicht mehr den Anforderungen an ein modernes Museum“, so Astrid Rothe-Beinlich.

Ich entnehme der Antwort der Landesregierung, dass sie sich der Problematik bewusst ist und weiterhin gewillt ist, mit dem Trägerverein eine gangbare Lösung zu erarbeiten. Das Aneinander- bzw. Vorbeiagieren sollte im Sinne des gemeinsamen Anliegens und der gemeinsamen Aufgabe der Vergangenheit angehören. Das Grenzmuseum Schifflersgrund verdient eine tragfähige Zukunft.

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Bildquelle: thueringen.de

veröffentlicht am 06.03.2017


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